Grenzen überwinden, Potenziale erschließen: Internationale Märkte für Privathotels
Internationale Chancen für Privathotels nutzen.
Die Hotellerie war schon immer international – und doch bleiben viele Privathotels in ihren gewohnten Herkunftsmärkten verankert. Besonders im DACH-Raum verlassen sich viele Häuser seit Jahrzehnten auf Gäste aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
In Zeiten ökonomischer Unsicherheit, verändertem Reiseverhalten und wachsender Konkurrenz reicht diese Fokussierung nicht mehr aus. Wer zukunftssicher aufgestellt sein will, muss neue Märkte erschließen. Internationalisierung ist kein Wagnis, sondern ein strategischer Schritt: Sie schafft Diversifizierung, reduziert Abhängigkeiten und eröffnet neue Gästesegmente – wenn sie gut geplant, richtig getaktet und glaubwürdig kommuniziert wird.
Vom Herkunftsmarkt zur Herkunftsvielfalt
Viele privat geführte Hotels – ob im Alpenraum oder in Städten – haben seit Jahrzehnten ein stabiles Herkunftsgefüge. Oft stammen über 60, manchmal sogar 80 Prozent der Gäste aus Deutschland. Das funktioniert, solange der Hauptquellmarkt stabil bleibt. Doch sobald dieser ins Wanken gerät, entstehen Unsicherheiten, Buchungsschwankungen und Abhängigkeiten.
Die Lösung liegt in strategischer Markterschließung: Neue Gästegruppen bringen nicht nur Risikominimierung, sondern auch frische Umsatzpotenziale, neue Reiseanlässe und langfristige Loyalität. Dafür braucht es eine klare Strategie – keine Schnellschüsse.
Wann Internationalisierung für Hotels sinnvoll ist
Es gibt keinen „zu frühen“ Zeitpunkt für die Überlegung, neue Märkte zu erschließen. Besonders für neue Hotels lohnt es sich, bereits in der Planungs- oder frühen Betriebsphase internationale Zielgruppen mitzudenken.
Sobald ein Hotel eine klare Positionierung, definierte Gästezielgruppen und positive Markenerfahrungen im Kernmarkt hat, ist der Weg frei für neue Quellmärkte. Wichtig: Der Fokus liegt nicht nur auf der Marke, sondern vor allem auf den Bedürfnissen und Reisegewohnheiten potenzieller Gäste im Zielmarkt.
Wo neue Märkte warten – Potenziale erkennen
In der Praxis zeigen sich besonders osteuropäische Märkte wie Polen, Tschechien, Ungarn oder die baltischen Staaten als wachstumsstark. Hier wächst das Interesse an hochwertigen Reiseerlebnissen in den Bereichen Natur, Wellness, Kulinarik und authentische Gastfreundschaft.
Aber auch Nachbarländer wie Belgien, die Niederlande oder Frankreich bieten Potenzial – je nach Passung zwischen Hotelmarke, Angebot und Gästebedürfnis. Entscheidend ist nicht die Entfernung, sondern die Authentizität des Angebots.
Von der Marktanalyse zur Markterschließung
Eine fundierte Marktanalyse ist der Schlüssel zur erfolgreichen Internationalisierung. Sie liefert Antworten auf Fragen wie: Wer reist von wo, mit welcher Motivation – und welche Märkte wachsen?
Hilfreiche Ressourcen:
- Nationale und regionale Tourismusorganisationen (NTOs, LTOs)
- Eigene Website-Analytics und Buchungsdaten
- Social-Media-Insights zu Herkunftsländern
- Marktberichte und Trendstudien
Diese Daten bilden die Basis für Übersetzungen, gezieltes Performance Marketing und strategische Partnerschaften.
International kommunizieren – mit Substanz und Authentizität
Internationalisierung ist mehr als Übersetzung. Sie verlangt kulturelle Empathie: Welche Bildwelten passen? Welche Reisezeiten sind relevant? Welche Worte wecken Emotionen?
Erfolgreiche Hotels setzen auf:
- Mehrsprachige Microsites oder Landingpages
- Lokalisierte Social-Media-Kampagnen
- Kooperationen mit lokalen PR-Agenturen, Influencern und Reiseveranstaltern
- Content, der kulturelle Besonderheiten respektiert
Der lange Atem der Marktexpansion
Neue Märkte zu erobern, ist ein langfristiger Prozess. Oft sind die ersten Schritte: Social-Media-Follows, Newsletter-Abos oder erste PR-Kontakte – Buchungen kommen später.
Internationale Gäste brauchen Vertrauen, Orientierung und ein klares Leistungsversprechen. Wer diese Signale konsistent sendet, baut nachhaltige Gästebeziehungen auf und steigert Resilienz.
Praxisbeispiel: Drei-Jahres-Fahrplan eines Wellnesshotels in Tirol
Ein inhabergeführtes Wellnesshotel in Tirol will seinen Markt über den deutschsprachigen Raum hinaus erweitern – mit Fokus auf Tschechien und Polen, später Skandinavien.
Jahr 1 – Analyse & Vorbereitung
- Marktdaten aus Tourismusorganisationen nutzen (ÖW, Tirol Werbung, ETC)
- Übersetzungen ins Tschechische und Polnische – sprachlich und kulturell angepasst
- Microsites und Landingpages für beide Märkte
- Erste Social-Media-Kampagnen und PR-Kontakte
Jahr 2 – Aktivierung
- Gezielte Google- und Social-Ads in Muttersprache
- Mehrsprachiger Newsletter
- Teilnahme an B2B-Workshops, Fachmessen in Prag und Warschau
- Influencer- und Blogger-Kooperationen
Jahr 3 – Konsolidierung & Ausbau
- Pflege der Gästekontakte und Empfehlungsprogramme
- Prüfung weiterer Märkte (Ungarn, Slowakei)
- Kampagnenfrequenz erhöhen, Echtzeit-Pakete auf Website anbieten
- Direkter Buchungsanteil aus neuen Märkten stabil bei 15 %
Fazit: Vielfalt, Resilienz und Zukunftsfähigkeit sichern
Internationalisierung ist keine kurzfristige Kampagne, sondern ein strategischer Weg zu mehr Gästevielfalt, Umsatzstabilität und Markenstärke.
Mit klarer Positionierung, fundierter Analyse und starken Partnern im Zielmarkt kann jedes Privathotel den Schritt ins internationale Geschäft erfolgreich meistern – ohne Authentizität zu verlieren.
Erfolgreiches Hotelmarketing beginnt mit einer klaren Strategie
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